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Woran erkenne ich das mein Meerscheinchen krank ist??

Hier möchte ich euch nun in kurzen Worten über die wohl häufigsten und bekanntesten Krankheitsbilder der Meerschweinchen informieren. Tips zu eigenen Behandlungsmöglichkeiten habe ich größtenteils nicht mit aufgeführt, da die meisten hier aufgelisteten Fälle immer in die Hände kompetenter Tierärzte gehören und ich der Meinung bin das private Behandlungen nur sehr erfahrenen Besitzern vorbehalten sein sollte. Auch möchte ich an dieser Stelle Laien strikt abraten an eurem Tier Selbstversuche zur Heilung zu starten!! Sobald ihr an eurem Tier mögliche Anzeichen einer Erkrankung feststellen solltet ist ein sofortiger Tierarztbesuch unumgänglich!!

 

 

Abszesse

Ein Abszess ist eine Ansammlung von Eiter und entsteht meist durch das Eindringen von Bakterien in die Haut oder in die Schleimhaut. Die Behandlung solcher Abszesse ist meist sehr langwierig. Fühlbar sind sie anfänglich als harte, kleine Knoten unter der Haut. Sie entstehen meist durch kleinere Verletzungen z.B. nach Rangeleien oder auch durch Operationsnarben. Abszesse im Bereich des Kopfes sind nicht selten auf Zahnprobleme zurück zu führen. Abszesse fühlen sich bei ihrer Entstehung hart an. Entweder kapseln sie sich ab und verändern sich nicht mehr großartig, oder sie reifen zu Größeren heran und werden dann weicher.

 

 

 

Arthrose

Arthrose ist eine schmerzhafte, chronische, degenerative und zunehmend funktionsbehindernde Gelenkveränderung. Ursachen dieser Erkrankung sind meist Übergewicht, das Alter, ernährungsbedingte Mangelerscheinungen und Veranlagungen. Leider sind Arthrosen bei Meerschweinchen auf Röntgenbildern schlecht zu erkennen und werden deshalb, leider oft viel zu spät, diagnostiziert. Bewegt sich das Meeri leicht eckig, springt nur noch selten oder nichtmehr so vermehrt wie vorher im Käfig herum, könnte das ein mögliches Anzeichen einer Arthrose sein. Zudem kann eine solche Entlastung der Gelenke zu einem Muskelschwund führen. Dieser Verschleiss ist ein sich hinschleichender Prozess der sich leider nicht aufhalten lässt.

 

 

 

Allergien

Unter einer Allergie versteht man eine sich allmählich entwickelnde Überreaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe. Enstehen können Allergien durch ein geschwächtes Immunsystem aber auch durch Veranlagung. Sie äussern sich unter anderem durch tränende Augen, juckenden Hautausschlag, Niesreiz oder durch eine pfeiffende Atmung. Meist wird das Meerschweinchen lange hin auf andere Ursachen hin behandelt bevor der Verdacht auf eine Allergie fällt.

 

 

 

Atemwegserkrankungen

Gleich am Anfang ist zu sagen das Atemwegserkrankungen beim Meerschweinchen sehr schnell behandelt werden müssen da sie nicht selten mit einer Lungenentzündung enden die in den meisten Fällen tödlich verläuft. Hört ihr rasselnde Atemgeräusche oder pumpt euer Schweinchen während dem atmen stark ist ein rascher Besuch beim TA unumgänglich. Häufige Anzeichen bei Infektionen sind auch Ausfluss aus der Nase oder eine Bindehautentzündung mit Augenausfluss. Meistens sind solche Erkrankungen beim Meerschweinchen bakteriell bedingt. Auch Herzerkrankungen sowie Aufgasungen des Darms oder des Magens rufen oft Atemprobleme hervor. Zu trockene Luft, zu staubiges Einstreu/Heu oder auch ein überhitzter Raum begünstigen die Entstehung einer Atemwegserkrankung.

 

 

 

Augenverletzungen

Zu erkennen sind solche Verletzungen meist an tränenden, verklebten, geröteten und getrübten Augen. Bemerkt ihr bei eurem Tier eine solche Veränderung der Augen ist ein rascher Besuch beim TA unumgänglich. Ausgelöst werden solche Symptome meist durch sich im Auge befindlicher Fremdkörper (Streupartikel, Heuhalme) oder durch eine Hornhautverletzung (durch Kralle verursacht).

 

 

 

Augenlosigkeit

Die Ursache eines fehlenden Auges kann umweltbedingt aber auch genetisch bedingt veranlagt sein. Eine genetische Ursache kann zum Beispiel das Verpaaren von Schimmeln und Dalmatinern untereinander sein, denn diese Farbschläge tragen beide den sogenannten Lethalfaktor in sich. Das Resultat solcher Verpaarungen sind missgebildete und/oder nicht lebensfähige Tiere. Viren, Gifte oder Strahlungen können umweltbedingte Ursachen solcher Fehlbildungen sein.

 

 

 

Augenzittern

Syptome von zitternden Augen sind meist unwillkürlich rhytmische Augenbewegungen. Ursachen sind meist Traumen, Hirnschäden oder Störungen des Gleichgewichtssinnes. Hauptsächlich sind des Begleiterscheinungen bei Entzündungen des Innenohres. Sollte dies nicht der Fall sein ist das Augenzittern leider meist nicht behandelbar.

 

 

Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung bei Meerscheinchen tritt in den meisten Fällen nicht alleine auf, sondern ist oft eine Begleiterscheinung einer anderen zugrunde liegenden Krankheit. Ursachen einer solchen Erkrankung können unter anderem Hornhautverletzungen, Rolllider, Zahnerkrankungen, Salmonellose, Toxoplasmose, Pseudotuberkulose, Vitamin-A-Mangel, Augenmykosen oder Zugluft sein. Zu erkennen ist diese Entzündung durch hängende Lider und durch verklebte, tränende und gerötete Augen aus denen eitriges Sekret austritt.

 

 

 

Blasenentzündung /Cystitis

Die häufigste Ursache für Blasenentzündungen sind aufsteigende Bakterien des Magen- und Darmtraktes. Auch wenn die Tiere ständiger Zugluft ausgesetzt werden, auf kaltem Boden laufen oder auf nassem Einstreu gebettet sind  können deren Entstehung begünstigen. Äussert das Schweinchen während dem Harnabsatz Schmerzen, ist der Urin getrübt und es befindet sich Blut und Schleim darin, ist es höchste Zeit einen TA aufzusuchen. Oft bleibt eine Cystitis lange unbemerkt und kann, unbehandelt, zu Nierenzysten, Eiterbildungen sowie zu einem geschwürigen Zerfall der Blasenwände führen.

 

 

 

Blähbauch/Tympanie/Trommelsucht

Blähungen werden in den meisten Fällen von ungewohntem Futter in zu großen Mengen, die den Darm überfordern, herbeigerufen wodurch es zu starken Fehlgärungen im Magen führt. Aber auch zu nasses Gemüse und Obst, die Verfütterung größerer Mengen an leicht blähendem Saftfutter, zu abrupte Futterumstellungen, noch gefrorenes Futter, zu große Mengen an Kraftfutter und Heumangel können unter anderem zu Blähungen führen. Nicht auszuschliessen wären auch mögliche Magen- und Darmerkrankungen, eine Bauchfellentzündung, ein Darmverschluss oder Tumore. Ein stark aufgeblähter Bauch mit gespannter Bauchdecke, Futterverweigerung, starke Berührungsempfindlichkeit am Bauch, krampfartiges Zusammenzucken, eine gekrümmte Sitzhaltung mit gesträubtem Haarfell können alles Anzeichen einer starken Gasansammlung im Magen sein. Bemerkt ihr dies ist äusserste Eile geboten und eine sofortige Behandlung des Tierarztes erforderlich denn Aufgasungen sind für Meerschweinchen äusserst lebensgefährlich!!

 

 

 

Bordetellose

Die Bordetellose ist eine bakterielle Infektionskrankheit und tritt meistens in den Wintermonaten auf. In erster Linie kommt es zu einer Erkrankung der Atemwege. Anzeichen einer Infektion sind Schnupfen, Husten, eine Bindehautentzündung, Schleimabsonderungen aus Rachen und Nase (kann auch blutig sein), Fressunlust, Bewegungsunlust, Schwäche, Gewichtsverlust sowie eine Mittelohrentzündung mit Gleichgewichtsstörungen . In extremen Fällen können sogar Totgeburten, Sterilität und Tod des Tieres die Folge sein. Es kommt zwar selten vor aber dieser Erreger ist auch auf den Menschen übertragbar.

 

 

 

Diabetes/Zuckerkrankheit

Diabetes ist eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse mit mangelnder oder fehlender Insulinproduktion. Diabetes kommt bei Meerschweinchen zwar relativ selten vor aber mögliche Anzeichen sollte man dennoch kennen. Erste Symptome sind Abmagerung trotz normaler Futteraufnahme, erhöhter Urinabsatz und übermässige Flüssigkeitszufuhr. Im weitern Verlauf stellt sich eine Linsentrübung der Augen ein, es folgen Durchblutungsstörungen und Nierenschäden. Eine genaue Diagnose kann nur ein TA durch Messungen mittels Teststreifen der Blutzucker- und Urinzuckerwerte erstellen. Eine Behandlung durch entsprechende Insulinspritzen ist durchaus möglich.

 

 

 

Durchfall

Appetitlosigkeit, rapider Gewichtsverlust, starker Kräfteverlust, gesträubtes Fell, evtl.tränende Augen, zusammengekauerte Haltung, Apathie und eine verschmutzte Afterregion sind Anzeichen die auf eine Verdauungsstörung hindeuten. Ursachen können bestimmte Medikamente, eine Gebärmutterentzündung, Lebererkrankungen, Vergiftungen, Zahnerkrankungen, Darmpilze oder Endoparasiten sein obwohl die häufigste Ursache meistens auf eine falsche Fütterung zurück zu führen ist. Durchfälle können für Meerschweinchen höchst lebensbedrohlich sein, da der hohe Flüssigkeits- und Mineralverlust das Tier in kürzester Zeit austrocknen lässt!! Es darf vorerst kein Grünfutter mehr verfüttert werden und eine strikte Heu- und Wasserdiät ist anzuraten!!

 

 

 

Gebärmutterentzündung

Gebärmutterentzündungen werden durch das Eindringen von Bakterien verursacht. Sie sind bei Meerschweinchen zwar selten aber sehr gefährlich. Symptome sind Appetitlosigkeit, Futterverweigerung, allgemeines Unwohlsein und blutiger Ausfluss aus der Scheide der auch Eiter enthalten kann. Auch fangen manche Tiere an den Hinterläufen an zu humpeln. Behandlungen mit Antibiotika schlagen schlagen bei Gebärmutterentzündungen meist sehr schlecht an, können aber durchaus versucht werden. Zeigt diese Behandlung allerdings keine Erfolge, sollte man nicht zu lange zögern und die Gebärmutter operativ entfernen lassen.

 

 

 

Haarausfall

Haarausfall ist nicht immer auf einen Parasitenbefall zurück zu führen, vor allem Haarausfall mit kahlen Stellen ohne zusätzlichen Juckreiz sind auf andere Ursachen hin zu untersuchen. Mögliche Ursachen können Vitaminmangel, Mineralstoffmangel, Proteinmangel, Stress, Morbus Crushing (krankhafte Veränderungen der Nebennieren und der Hirnanhangdrüse), Eierstockzysten, Kontakt mit schmutziger und nasser Einstreu sowie allergische Reaktionen sein. Symptome sind kahle Stellen im Fell die nicht jucken und/oder schuppen mit vermehrtem Haarausfall.

 

 

 

Hitzeschlag

Meerschweinchen reagieren auf größere Hitzeeinwirkung bzw. auf das Aussetzen direkter Sonneneinstrahlung extrem empfindlich und reagieren sehr schnell mit einem Hitzeschlag der für die Tiere eine lebensbedrohliche Situation darstellen kann. Symptome sind Apathie bis zur völligen Teilnahmslosigkeit, eine flache und schnelle Atmung, ein feuchter Bauch mit nassem Kinn sowie ein schneller und sehr schwach fühlbarer Puls. Da Kreislaufversagen droht muss sofort gehandelt werden. Als Erstmaßnahme wickelt man das Schweinchen am besten in ein kühles und feuchtes Handtuch und bringt es sofort an einen kühlen Ort. Für die Kreislaufstabilität kann man dem Schweinchen 1 Tropfen "Effortil" oder ca. alle 10 Minuten 1 Tropfen "Rescue" verabreichen (was ich allerdings nur erfahreneren Besitzern raten möchte). Nun ist ein sofortiger Tierarztbesuch unumgänglich da ein Hitzeschlag innerhalb weniger Stunden zum Tode führen kann.

 

 

 

Hirnhautentzündung/Meningitis

Fieber, Gleichgewichtsstörungen, Bewegungs- und Bewusstseinsstörungen, Krämpfe und/oder Lähmungen, verdrehte zitternde Augen, Austrocknung sowie Atemwegserkrankungen können mögliche Symptome einer Meningitis sein. Ursachen dieser Erkrankung können Entzündungen im Kopfbereich, Virusinfektionen oder eine zu spät erkannte und somit nicht rechtzeitig behandelte Mittelohrentzündung sein. Hirnhautentzündungen zählen zu den Zoonosen, das bedeutet, dass die Krankheit vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann und der Mensch diese Krankheit auch auf das Tier überleiten kann, weswegen meist angeraten wird die an Meningitis erkrankten Tiere einschläfern zu lassen.

 

 

 

Kopfschiefhaltung

Die häufigste Ursache einer Kopfschiefhaltung ist wohl die Ohrenentzündung. Aber auch Zahnprobleme, Ohrmilben (selten), Verletzungen in der Maulhöhle, einseitige Augenverletzungen, Lageanomalien im Mutterleib (regenerieren sich aber in der Regel nach ein paar Tagen), Probleme oder Verletzungen an der Halsmuskulatur oder tumoröse Prozesse können eine Kopfschiefhaltung hervorgerufen haben. Zu erkennen ist dieser "Head-Tilt" an der zur betroffenen Seite geneigten Kopfhaltung sowie an schweren Koordinationsstörungen.

 

 

 

Knochenbrüche

Die häufigste Ursachen für Knochenbrüche sind Stürze von höheren, ungesicherten Etagen im Käfig/Eigenbau, Stürze vom Arm/Sofa/Tisch aber auch Kaninchentritte, Geburtsverletzungen, hängenbleiben an unsachgemässer Käfigeinrichtung und versehentliches einklemmen in die Türe haben schnell mal einen Knochenbruch zur Folge. Zu erkennen sind Brüche an einer abnormen Beweglichkeit sowie Stellung der Gliedmaßen. Versucht die betroffenen Gliedmaßen ruhig zu stellen und sucht umgehend euren Tierarzt auf. Die meisten Brüche sind durch Schienen oder Gipsen der Glieder wieder zu heilen, doch können bei Wirbel- oder Beckenbrüchen Lähmungen der Hinterläufe auftreten. In solchen Fällen ist eine Heilung leider nicht mehr möglich.

 

 

 

Kokzidiose

Die Kokzidiose ist eine Erkrankung des Grimmdarms durch Einzeller, den sogenannten Kokzidien. Der beim Meerschweinchen auftretende Erreger heisst "Eimeria caviae". Vor allem tritt die Kokzidiose bei Jungtieren in Massenhaltungen und Zuchten auf, wogegen sie in der Heimtierhaltung kaum eine größere Rolle spielt. Kokzidien können unter anderem zu Durchfallerkrankungen, Fressunlust, Teilnahmslosigkeit oder zu Schädigungen der Darmwände führen. Eine Ansteckung kann über kontaminiertes Trinkwasser oder Futter, über die Ausscheidungen infizierter Käfiggenossen, über kontaminierte Einstreu, verschmutzte Zitzen der Mutter aber auch über das Grünfutter erfolgen. Die Tiere können schon längere Zeit befallen sein ohne das sich unbedingt Symptome aufweisen lassen müssen. Es wird angeraten gleich alle Tiere dieser Gruppe mit zu behandeln da auch sie bereits befallen sein könnten. Kokzidiose ist eine ernst zu nehmende Krankheit die durch eine Kotprobe vom TA diagnostiziert werden kann. Strenge Hygiene und das tägliche ausmisten des Käfigs, Stalles etc. ist während der Behandlung von höchster Priorität.

 

 

 

Lähmung

Bei Meerschweinchen können Lähmungen die verschiedensten Ursachen haben wie z.B. Brüche des Beckens, der Wirbelsäule oder der Beine, Vitamin-C-Mangel, Eierstockzysten, Arthrose, nach Kastrationen, Gebärmutter- oder Darmentzündung, akuter Kalziummangel oder Infektionskrankheiten (z.B. Meerschweinchenlähme, Toxoplasmose, LCM, Rodentiose oder Salmonellose). Erkennbar ist eine Lähmung durch eine hoppelnde, robbende oder humpelnde Fortbewegung des Tieres sowie das ein oder mehrere Gliedmaßen vom Meerschweinchen nicht mehr bewegt werden können.

 

 

 

LCM

Die Lymphozytäre Choriomeningitis, kurz LCM genannt, ist eine Virusinfektion die zu den Zoonosen zählt. Dies bedeutet das diese Krankheit vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann und der Mensch sie auch auf das Tier überleiten kann. Der Erreger ist der LCM-Virus, ein RNA-Virus der Gattung Arena-Virus. Hauptwirt dieses Virus sind Mäuse, darüber hinaus können aber auch Hamster, Meerschweinchen, Ratten, Kaninchen, Affen, Hunde, Schweine sowie der Mensch für diesen Virus empfänglich sein. Bei Tieren verläuft eine Erkrankung meist symptomfrei und tritt ausschliesslich bei jungen Tieren auf. Gelegentlich können Symptome wie Abmagerung, struppiges Fell, eine Bindehautentzündung oder selten auch Krämpfe, Lähmungen, Muskelzittern, eine Hirnhautentzündung oder der Tod auftreten. Die Übertragung erfolgt über Speichel, Kot, Urin, über die Milch, Augen- und Nasensekrete, über die Luft, die Haut oder eventuell auch über blutsaugende Insekten. Der Nachweis kann über einen serologischen Antikörpernachweis oder über einen histologischen Befund verstorbener Tiere erfolgen. Eine Therapie dieser Krankheit ist nicht üblich. Durch die hohe Ansteckungsgefahr auf den Menschen wird im allgemeinen empfohlen alle infizierten Tiere einschläfern zu lassen.

 

 

 

Lippengrind

Ein Lippengrind, oder auch Cheilitis genannt, zählt mit zu den häufigsten Krankheiten des Meerschweinchens. Es äussert sich durch schorfige Veränderungen an den Lippen, der Nasenspalte oder in den Mundwinkeln. Der Schorf kann bräunlich, orange oder gelblich bis hin zu blutig rot sein. Nicht selten werden die oberen Schneidezähne brüchig und können abbrechen. Mögliche Ursachen dieses Grindes können Vitamin-C-Mangel, Milbenbefall, Stress, Fehlernährungen sowie Fettsäuremangel sein. Für andere Meerschweinchen in der Gruppe besteht zwar kaum eine Ansteckungsgefahr, jedoch sollte man vorsichtshalber die gemeinsam benutzten Tränken regelmässig gründlich reinigen. Von der Fütterung von Äpfeln und anderem säurehaltigem Obst ist in dieser Zeit besser abzusehen. Ein Lippengrind ist in seiner Behandlung recht hartnäckig und muss deshalb mit entsprechenden Salben ausreichend behandelt werden das es sonst sehr schnell erneut ausbrechen kann.

 

 

 

Lungenentzündung

Bei einer Lungenentzündung, oder Pneumonie, handelt es sich um eine chronische oder akute Entzündung des Lungengewebes. Sie wird meist durch eine Infektion mit Pilzen, Bakterien oder Viren verursacht, selten auch immunologisch oder toxisch. Symptome können eine heftig pumpende Flankenatmung, Atemgeräusche wie Rasseln, Pfeiffen oder Reiben sein, eine gesteigerte Atemfrequenz, gesträubtes Fell, Abmagerung bei anfänglich noch normalem Fressverhalten, Bewegungsunlust aber auch manchmal ohne vorher sichtbare Anzeichen der Tod des Tieres sein. Schon bei den ersten Anzeichen sollte umgehend ein TA aufgesucht werden da eine Lungenentzündung für Meerschweinchen sehr bedrohlich ist!! Eine Pneumonie sollte ausreichend lange mit Antibiotika behandelt werden, da es sonst sehr schnell zu Rückfällen kommen kann.

 

 

 

Leukämie

Die Leukämie, mitunter auch als Blutkrebs bezeichnet, ist eine Erkrankung des blutbildenden Systems. Leukämien zeichnen sich durch eine stark vermehrte Bildung von weißen Blutkörperchen aus. Die Leukämiezellen breiten sich im Knochenmark aus und verdrängen dort die übliche Blutbildung. Sie können Milz, Leber und Lymphknoten sowie weitere Organe infiltrieren und dadurch ihre Funktion beeinträchtigen. Symptome können unter anderem vergrößerte Lymphknoten an Knien, am Hals und an den Achseln sein, desweiteren eine Beeinträchtigung der Futteraufnahme, der Verdauung und des Kotabsatzes und leukotische Veränderungen der inneren Organe sein. Oft leben Meerschweinchen die an Leukämie erkrankt sind noch lange Jahre so gut wie ohne Beschwerden. Verschlechtert sich dieser Zustand bleibt als einziger Ausweg leider nur die Euthanisie (Einschläferung) da eine Leukämie nicht heilbar ist.

 

 

 

 

Inspirationsquellen:

The Golden Nuggets

Wikipedia